Die Zahl der Kontaktpads für Prozessoren wächst ständig. War einst der Intel LGA 775-Anschluss überraschend, so ist heute LGA 1200 bereits gang und gäbe, und schon bald erscheint LGA 1700. Im Server-Segment sieht die Realität noch härter aus: Die ersten beiden Generationen von Xeon Scalable hatten 3647 Kontakte, und die drittens, Ice Lake-SP , hat mit dem Anschluss des LGA 4189-Steckers die vierte Tausend überschritten, aber wie sich jetzt herausstellt, ist dies alles andere als ein Rekord.
So viele Server-Prozessoren sind leider keine Laune, sondern eine dringende Notwendigkeit: Trotz der Entwicklung subtilerer technischer Verfahren wächst der Stromverbrauch und damit auch die aufgenommenen Ströme. Außerdem müssen Sie für Multi-Channel-Speicher und PCI-Express-Controller bezahlen. Bis vor kurzem wurde der Rekord von Intel Cascade Lake-AP mit BGA-5903-Packaging gehalten, aber das ist nicht die Grenze.
Die künftige Birch Stream-AP-Plattform, auf der Intel-Chips mit dem Codenamen Sierra Forest arbeiten sollen, soll nach Angaben ausländischer Quellen Prozessorsockel mit 7529 Pins erhalten, für diese Prozessoren werden bereits Interposer-Substrate produziert. Selbst die hochperformante Serverplattform der nächsten Generation von Sapphire Rapids, die bekanntlich für DDR5 und PCIe 5.0 ausgelegt ist, wird auf nur 4667 Pins beschränkt sein.
Ich muss sagen, dass es sich um eine Plattform handelt, die frühestens Ende 2023 veröffentlicht wird, und die Plattform ist ziemlich spezifisch, was durch die Buchstaben AP (Advanced Performance) im Codenamen angedeutet wird. Der gleiche Cascade Lake-AP (Xeon 9200) war ein "Verkleben" von zwei Xeon 8200-Kristallen in einem gemeinsamen Gehäuse und wurde nur mit dem Mainboard geliefert.
Es ist noch zu früh, um über Besonderheiten von Birch Stream-AP zu sprechen: Zunächst soll das Unternehmen Anfang nächsten Jahres eine Serie von Sapphire Rapids herausbringen. Inoffizielle Quellen gehen davon aus, dass diese Prozessoren Anfang 2023 durch 7-nm-Granite Rapids in SP- und AP-Versionen ersetzt werden, und erst Ende des Jahres wird Intel Sierra Forest-Prozessoren einführen.
Im Moment ist eines bekannt: Es wird tatsächlich der Rekordhalter bei der Anzahl der Kontakte sein, denn auch der AMD EPYC der fünften Generation wird den SP5 (LGA 6096)-Stecker behalten, der für die Prozessoren der vierten Generation unter dem Codenamen Genua entwickelt wurde. Dies könnte sich jedoch ändern, wenn die Industrie serielle Schnittstellen wie OMI und Photonik in Angriff nimmt.
2021-07-10 04:50:54
Autor: Vitalii Babkin