Intel Alder Lake-S-Prozessoren sind erst vor wenigen Tagen in den Handel gekommen, aber einige Einzelhändler, zumindest in den USA, haben bereits damit begonnen, die Preise für konkurrierende Produkte der AMD Ryzen 5000-Serie zu senken, schreibt VideoCardz. MicroCenter, eine der größten Einzelhandelsketten für Computerwaren, gehörte zu den ersten, die die Preise für die "roten" Prozessoren senkten.
So sind die Kosten für das 6-Kern- und 12-Thread-Ryzen 5 5600X-Modell dieses Händlers auf 280 US-Dollar gesunken, was 30 US-Dollar unter dem Originalpreis liegt. Allerdings findet das 8-Kern-Modell Ryzen 7 5800X, das jetzt für 300 US-Dollar angeboten wird, mehr Interesse, das sind 150 US-Dollar niedriger als zuvor. Auch das ältere 12-Kerner-Modell Ryzen 9 5900X fiel im Preis. Der aktuelle MicroCenter-Preis dieses Prozessors liegt zwischen 500 und 50 US-Dollar.
Ob der Wertverlust nur vorübergehend ist oder sich der Trend auf andere Einzelhändler ausbreitet, ist noch nicht klar. AMD hat sich dazu noch nicht öffentlich geäußert. AMD-Prozessoren sind laut VideoCardz bislang nur in den USA günstiger geworden. Im selben Europa wird beispielsweise das Modell Ryzen 7 5800X im Durchschnitt für die anfänglichen 377 € angeboten.
Es ist erwähnenswert, dass Intel noch keine Chips ohne entsperrten Multiplikator veröffentlicht hat, sowie die Alder-Lake-Core-i5-Serie, die im Preissegment von 300 US-Dollar liegen sollte. Modelle wie der Core i5-12400F, die voraussichtlich um die 200 US-Dollar kosten werden, könnten AMDs Sechskern-Zen-3-Prozessoren ernsthaft unter Druck setzen.
Bisher hat AMD einen Vorteil in Form einer Vielzahl relativ günstiger Mainboards auf Basis der AM4-Plattform. Günstigere Intel-Motherboards der Mittelklasse auf Basis von Intel B660- und Intel H670-Chipsätzen für Core-Prozessoren der 12. Generation werden frühestens im Januar nächsten Jahres erwartet.
2021-11-07 08:33:04
Autor: Vitalii Babkin