Die Zone des menschlichen Einflusses erstreckt sich seit langem über die Erdatmosphäre hinaus, daher zögern Umweltschützer nicht, ihre Besorgnis über die Verschmutzung des nächstgelegenen Weltraums und das Problem der Abfallentsorgung durch Kernaktivitäten auf der Erde zum Ausdruck zu bringen. Japanische Wissenschaftler erwarten, im nächsten Jahr einen Satelliten mit einer Haut aus Holz, einem umweltfreundlichen Material, zu starten.
Wie der Nikkei Asian Review erklärt, sieht das gemeinsame Projekt der Universität Kyoto und Sumitomo Forestry die Schaffung eines Satelliten mit Holzgehäuse vor, der nicht nur billiger als Aluminium ist, sondern nach der Außerbetriebnahme auch in dichten Schichten brennen kann der Atmosphäre, ohne übermäßige Verschmutzung zu verursachen. Die Durchlässigkeit des Holzgehäuses für Funkwellen ermöglicht es, die Antenne im Inneren zu platzieren und sie vor äußeren mechanischen Einflüssen zu schützen.
Der in Entwicklung befindliche Satellit wird ein Holzwürfel mit einer Kantenlänge von 100 mm sein, an dessen Rändern Sonnenkollektoren angebracht sind. Auf eine elektronische Befüllung kann natürlich nicht verzichtet werden, so dass der Satellit nicht komplett aus Holz bestehen wird. Zur Vorbereitung eines solchen Satelliten werden übrigens Experimente zur Bewertung der Verschleißfestigkeit von Holzwerkstoffen in der Weltraumumgebung außerhalb der ISS durchgeführt. Die entsprechenden Arbeiten sind für Februar dieses Jahres geplant. Auf der ISS-Haut wird für neun Monate eine Platte mit Holzproben verschiedener Arten angebracht, um den Einfluss der Weltraumumgebung auf die Materialproben zu beurteilen.
2022-01-01 09:26:35
Autor: Vitalii Babkin