Nach Angaben japanischer Behörden gehen bis zu 16% der Rohstoffe für die Herstellung von Lebensmitteln unter modernen Bedingungen durch die Exposition gegenüber Insektenschädlingen verloren. Gleichzeitig wird bis Mitte des Jahrhunderts der Bedarf an Nahrungsmitteln aufgrund des Bevölkerungswachstums um 70 % steigen und die globale Erwärmung wird nur günstigere Bedingungen für die Vermehrung von Schädlingen schaffen. Experten schlagen vor, Laserwaffen einzusetzen, die von künstlicher Intelligenz gesteuert werden, um sie zu bekämpfen.
Bislang haben japanische Entwickler des Forschungsverbundes NARO noch nicht einmal einen Prototypen einer Laseranlage zur Bekämpfung von Schadinsekten, erwarten aber im nächsten Jahr Feldversuche. Das Prinzip der Insektenbekämpfung ist ganz einfach: Eine stereoskopische Kamera erkennt sie, ein System künstlicher Intelligenz sagt die Flugbahn von Schädlingen voraus und schießt sie mit einem Laserpuls mit leichtem Vorsprung ab. Tatsache ist, dass die Motte in 0,03 Sekunden, die für das Zielsystem benötigt werden, von sechs auf neun Zentimeter fliegt, daher sollte das Schießen mit automatischer Anpassung erfolgen, damit die Laserpulse das Ziel garantiert treffen.
Als Versuchsinsekten wollen japanische Experten ausgewachsene Exemplare des asiatischen Baumwollkapselwurms oder Maisfliegenwurms einsetzen, die in der Lage sind, den Ertrag beliebter Nutzpflanzen in Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Indien erheblich zu beeinträchtigen. Die Motte hat lineare Abmessungen in der Größenordnung von 2-3 cm, was sie zu einem geeigneten Ziel für experimentelle Laserinstallationen macht. Nach Berechnungen der Entwickler kann eine Laseranlage bis zu 300 Insekten pro Minute vernichten. Zukünftig kann eine solche Schädlingsbekämpfung auf unbemannten Fluggeräten montiert und zur Feldarbeit geschickt werden.
Es ist wichtig, dass bei dieser Methode keine schädlichen Chemikalien zur Insektenbekämpfung verwendet werden. Solche Chemikalien verlieren mit der Zeit ihre Wirksamkeit, erfordern jedoch einen erheblichen Zeit- und Geldaufwand für die Entwicklung. Außerdem sind sie nicht sicher für die Umwelt.
2021-12-31 18:34:18
Autor: Vitalii Babkin