Auf einer Fachveranstaltung in den USA präsentierte das japanische Startup ispace ein Projekt eines Mondlanders mit erhöhter Tragfähigkeit, der bis zu 500 kg schwere Fracht zum Mond bringen kann. Das Modul soll im ersten Halbjahr 2024 in Betrieb gehen. Es wird einer der wenigen Lander der Welt sein, der in einer kalten Mondnacht Ausrüstung lagern kann.
Ispace beendet derzeit die Entwicklung seiner ersten Mondlandefähre der Serie 1. Es soll kleine Roboterstationen zum Mond liefern – eine arabische Station im Jahr 2022 und eine japanische (kugelförmige Roboter) Station im Jahr 2023. Das Modul der Serie 2, dessen Design kürzlich getestet wurde, wird bis 2024 gebaut und wird an der dritten Mission des Unternehmens teilnehmen, um große kommerzielle Fracht zum Mond zu bringen.
Der Laderaum des ispace Series 2 Landers wird modular sein. Das Modul wird übrigens bis zu 2 Tonnen Nutzlast in die Mondumlaufbahn bringen können. Aber die Landung auf dem Mond wird sein Hauptziel sein, und das Modul wird in der Lage sein, sowohl auf der sichtbaren Seite des Mondes als auch auf der gegenüberliegenden Seite zu landen, einschließlich der Pole. Der Entwickler verspricht eine sehr, sehr hohe Landegenauigkeit des Moduls in jedem Gelände.
Die Außenmaße des Moduls betragen ca. 2,7 m Höhe und 4,2 m Breite inklusive der ausgefahrenen Stützbeine. Produziert werden die Module von den amerikanischen Firmen General Atomics Electromagnetic Systems Group (GA-EMS) und Draper. Das Kraftwerk des Moduls wird durch 5 Haupttriebwerke und 12 Triebwerke repräsentiert. Es wird argumentiert, dass die Fracht auch im Falle eines Triebwerkausfalls unversehrt auf die Mondoberfläche gebracht wird.
Für ispace wird das Projekt der Serie 2 ein wichtiger Schritt in Richtung seiner ehrgeizigen Pläne zur Monderkundung sein. Zukünftig wollen die Japaner auf dem Mond Industriekomplexe zur Wassergewinnung errichten und eine regelmäßige Warenlieferung an diesen natürlichen Erdtrabanten sicherstellen.
2021-08-25 09:03:18
Autor: Vitalii Babkin