Wissenschaftler der University of Oregon haben unter Beteiligung der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) ein System vorgeschlagen, das Meeresmüll erkennen und identifizieren kann. Dies ist sowohl auf hoher See als auch an der Küste, wo es von Wellen geschleudert wird, ein ernstes Problem.
Ein Forschungsprojekt zu diesem Thema startete im Juni 2020 und läuft bis Mai 2022. Als erste Daten nahmen die Wissenschaftler Aufnahmen, die an der Küste der texanischen Stadt Corpus Christi gefilmt wurden – das Video wurde sowohl von einem Bodenoperator als auch von Spezialisten an Bord eines Hubschraubers der Küstenwache in einer Standardhöhe für fliegende Drohnen aufgenommen. Das Schlüsselelement der Lösung war eine polarimetrische Kamera, die den Unterschied in den Polarisationswinkeln des von externen Objekten reflektierten Lichts erfasst.
Anhand von Videoaufnahmen wurde die künstliche Intelligenz trainiert: Wie sich herausstellte, reflektieren natürliche Objekte wie Steine und Gras polarisiertes Licht anders als Objekte aus synthetischen Materialien. Alles andere ist eine Frage der Technik. Drohnen werden autonom die Küstenlinie patrouillieren und kartieren, wo sich gestrandete Trümmer angesammelt haben, damit die Arbeiter wissen, wohin sie für weitere Aufräumarbeiten gehen müssen. Das System wurde bereits an den Stränden von Oregon getestet, und die NOAA plant, die Mitarbeiter in diesem Sommer darin zu schulen, wie man es benutzt.
2022-02-09 18:20:54
Autor: Vitalii Babkin