Nach Angaben von Periodismo del Motor wurde das Werk des französischen Automobilherstellers Renault in Valladolid (Spanien) über einen langen Zeitraum (mehr als ein Jahr) Opfer zahlreicher Diebstähle von Teilen, die dem Unternehmen Verluste in Höhe von Hunderttausenden von Euro einbrachten.
Der Veröffentlichung zufolge hat einer der Fahrer in Valladolid mit einem Vertreter des Transportunternehmens gemeinsame Sache gemacht, und mit Hilfe eines anderen Renault-Mitarbeiters konnten die Teile aus dem Werk geschmuggelt werden.
Die Ermittlungen wurden eingeleitet, nachdem das erwähnte Transportunternehmen Arcese Espana sowie der Sicherheitschef von Renault Beschwerden über den möglichen Diebstahl von für das Werk in Valladolid bestimmten Teilen eingereicht hatten. Bei der Überprüfung der Aufnahmen der Sicherheitskameras wurden Videobeweise für den Diebstahl von Teilen gefunden. Alle drei Verdächtigen wurden verhaftet, ebenso wie drei weitere Mitarbeiter des Werks. Die Ermittlungen dauern an, und weitere Verhaftungen sind nicht ausgeschlossen.
Arcese Espana hat den Diebstahl von drei Containern mit Katalysatoren gemeldet, die an das Werk in Valladolid geliefert werden sollten, aber auf mysteriöse Weise verschwunden sind. Weitere Ermittlungen von Renault ergaben den Diebstahl von zwei Paletten mit Einspritzdüsen, die angeblich im Jahr 2021 gestohlen, aber aufgrund fehlerhafter Überwachungskameras nie gefunden wurden. Es wird geschätzt, dass Renault durch diese Einbrüche insgesamt 589.762 € verloren hat.
Es ist nicht bekannt, ob es sich bei den von beiden Unternehmen gemeldeten Verlusten nur um die Kosten für die Teile selbst handelt oder ob auch Verluste aufgrund von Verzögerungen in der Produktion berücksichtigt wurden.
2023-03-14 08:46:35
Autor: Vitalii Babkin
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