Wissenschaftler der Nationalen Universität für Verteidigungstechnologie in der Provinz Anhui kündigten die Entwicklung eines Lasersystems zum Scannen von Objekten im Orbit von der Erde aus an. Das von den Chinesen entwickelte System ist in der Lage, ein 5 cm großes Objekt in einer Umlaufbahn von bis zu 100 km Höhe mit einer Auflösung von 3 mm zu visualisieren. Ähnliche amerikanische Systeme haben eine um zwei Größenordnungen niedrigere Auflösung. Die Entwicklung wird dazu beitragen, Weltraumschrott und mehr zu bekämpfen.
Das Funktionsprinzip des Lasergeräts ist dasselbe wie bei der medizinischen optischen Kohärenztomographie, obwohl es sich im Wesentlichen um ein Lidar handelt. Eine Reihe von starken (bis zu 100 kW) und kurzen Laserpulsen wird in leicht unterschiedlichen Winkeln auf das Objekt gesendet. Dabei ändert die Laserquelle ihre Position im Raum. Der Empfänger erfasst das reflektierte Signal und visualisiert das gescannte Objekt mithilfe künstlicher Intelligenz.
In einem bodengestützten Experiment gelang es den Forschern, ein 5 cm großes rotierendes Objekt in einer Entfernung von 1 km mit hoher Auflösung abzubilden. Beachten Sie, dass Luftturbulenzen bei dieser Art des Scannens das Haupthindernis für die Bildschärfe sind. Da das Experiment in einer dichten Atmosphäre auf Erdhöhe stattfand, wird die Arbeit mit Objekten im Orbit einfacher, da die atmosphärischen Störungen umso geringer sind, je höher der Laser durchbricht.
Mit Hilfe von Laserscanning können die Chinesen Weltraumschrott in einer Größe von 1 bis 10 cm identifizieren und sogar helfen, Laser zu lenken, um sie aus der Umlaufbahn zu entfernen. Trümmer dieser Größe sind auf herkömmlichen Radargeräten und Teleskopen nicht sichtbar und für Satelliten genauso gefährlich wie große Trümmerteile. Darüber hinaus wird hochauflösendes Scannen die Inspektion von Satelliten von der Erde aus sowohl für technische als auch für militärische Zwecke ermöglichen.
2022-03-16 14:57:22
Autor: Vitalii Babkin