Gerüchten zufolge werden künftige Intel Alder-Lake-Prozessoren zwei RAM-Standards unterstützen: sowohl das neue DDR5 als auch das aktuelle DDR4. Informationen aus der UserBenchmark-Datenbank zeigen, dass Alder Lake derzeit mit dem aktuellen DDR4-Standard besser abschneidet als mit dem neuen DDR5.
Das in diesem Test gezeigte Alder-Lake-Sample, mit dem wir die Leistung mit unterschiedlichem Speicher vergleichen konnten, war mit 16 Kernen und 24 virtuellen Threads ausgestattet. Denken Sie daran, dass die Intel Core-Prozessoren der 12. Generation große Golden Cove-Kerne und kleine Gracemont-Kerne verwenden, aber nur die ersteren die Hyper-Threading-Technologie unterstützen. Damit hat der bereits erwähnte Prozessor acht Golden Cove- und Gracemont-Kerne im Arsenal.
Zusammen mit Alder Lake haben wir im Testsystem mit dem neuen Standardspeicher zwei 8-GB-DDR5-4800-Module auf Micron-Chips mit der Modellnummer C8C1084S1UC48BAW verwendet. Eine Websuche nach diesem Namen brachte keine Ergebnisse. Wenn diese Speichermodule jedoch JEDEC-zertifiziert sind, dann haben sie höchstwahrscheinlich eine CAS-Latenz (CL) von 40. Die DDR4-Plattform wurde mit einem Paar Kingston HyperX Fury DDR4-3200-Modulen von jeweils 8 GB ausgestattet. Eine Suche nach der Modellnummer HP37D4U1S8ME-8XR ergab ebenfalls nichts, dh dieser Speicher wird höchstwahrscheinlich von einigen OEM-Herstellern verwendet.
Im Lese-/Schreibtest zeigte Alder Lake mit DDR4-3200-Speicher eine um 24% bzw. 20% bessere Performance im Vergleich zur Konfiguration mit DDR5-4800. Der Leistungsunterschied bei gemischten und Single-Threaded-Tests war jedoch nicht so signifikant. Im Test zur Single-Threaded-Lesegeschwindigkeit sind die Ergebnisse gleich, beim Schreiben im Single-Thread-Modus ist DDR5-4800 4% schneller und im Multi-Thread-Betrieb liegt der Vorteil des neuen Standards bei 1 bis 5% .
Aber der Vorteil von DDR5-4800-Speicher zeigte sich in Latenztests, wo er DDR4-3200 um 36 % übertraf.
Der 16-Kern-Alder Lake taucht zum zweiten Mal in der UserBenchmark-Datenbank auf. Das letzte Sample zeigte eine Grundfrequenz von 1,8 GHz. Die Boost-Frequenz des Chips betrug 3,65 GHz. Beim letzten Test wurde eine Probe mit derselben Grundfrequenz, jedoch mit einer niedrigeren Spitzenbetriebsfrequenz auf dem Niveau von 3,05 GHz festgestellt. In beiden Fällen dürfte es sich, gemessen an der Anzahl der Kerne, um Vorabmuster des Flaggschiffs Core i9-12900K oder Core i9-12900 handeln.
2021-08-13 18:20:46
Autor: Vitalii Babkin