Chinesische Wissenschaftler haben einen neuen Weltrekord für das stärkste anhaltende Magnetfeld aufgestellt, das jemals auf der Erde erzeugt wurde. Dem Hybridmagneten gelang es, ein Feld mit einer Kraft von 45,22 Tesla (T) zu erzeugen, das mehr als eine Million Mal stärker ist als das unseres Planeten.
Der Rekord wurde in der Steady High Magnetic Field Facility (SHMFF) in Hefei, China, mit einem Magneten in Hybridbauweise aufgestellt, der seit 2016 in Betrieb ist.
Das Design umfasst einen Widerstandsmagneten, der sich in einer 32-mm-Lücke in der Mitte des supraleitenden Magneten befindet und es ihnen ermöglicht, Kräfte zu kombinieren, um ein unglaublich starkes Magnetfeld zu erzeugen.
Am 12. August erzeugte der Hybridmagnet mit einer Eingangsleistung von 26,9 MW ein stationäres Rekordmagnetfeld von 45,22 T.
Davon lieferte der resistive Magnet 34,22 T und der supraleitende die restlichen 11 T. Damit wurde der bisherige Weltrekord von 45 Tonnen übertroffen, der 1999 von MagLab in den USA aufgestellt wurde.
Um stärkere Magnetfelder zu erreichen, haben wir die Struktur des Magneten aktualisiert und neue Materialien entwickelt“, sagte Professor Quang Guangli, Akademischer Direktor des High Magnetic Field Laboratory (HMFL) an der SHMFF.
Der Herstellungsprozess für die Bitter-Scheiben [Mittelmagnete] wurde ebenfalls optimiert.
Dieser neue Rekord wird für ein stabiles Magnetfeld aufgestellt, aber andere Magnettypen haben höhere Werte erreicht.
Im Jahr 2019 erreichte eine ähnliche Hybridpflanze einen Spitzenwert von 45,5 T, jedoch nur für relativ kurze Zeit. Und 2018 gelang es einem japanischen Team, für etwa 40 Mikrosekunden ein Magnetfeld mit erstaunlichen 1.200 Tesla zu erzeugen, bevor ein Teil des Geräts explodierte.
Der neue permanente Magnetfeldaufbau ist jedoch viel praktischer, sagen die Wissenschaftler.
Es ist bereits für eine Reihe von wissenschaftlichen Experimenten einsatzbereit und wird Instituten und Universitäten auf der ganzen Welt zur Verfügung gestellt.
Quelle: Labor für hohe Magnetfelder
2022-08-16 17:25:29
Autor: Vitalii Babkin