Google hat angekündigt, die Federated Learning of Cohorts-Technologie, die Cookies von Drittanbietern im Chrome-Browser ersetzen sollte, nicht mehr zu implementieren. Stattdessen nutzt der Technologieriese das Topics-API-System, das künftig die Basis für zielgerichtete Werbung sein soll.
Über die Topics-API werden für den Benutzer des Browsers interessante Themen ermittelt, für die eine Aktivitätsanalyse beim Betrachten von Webinhalten verwendet wird. Der Browser kann über die Besuchshistorie Präferenzen erfahren, die drei Wochen lang gespeichert und verwendet werden, um Themen zu ermitteln, die für den Benutzer von Interesse sind.
Der Browser weist jeder besuchten Website ein bestimmtes Thema zu, in Übereinstimmung mit der Richtung des Inhalts, der auf einer bestimmten Ressource veröffentlicht wird. Derzeit hat der Algorithmus bereits etwa 350 Themen in seinem Arsenal, obwohl das ultimative Ziel der Entwickler darin besteht, aus „ein paar hundert bis mehreren tausend“ Themen zu erstellen, wodurch die Interessen des Benutzers genauer bestimmt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass alle Daten auf Benutzergeräten gespeichert werden, ohne dass sie an Remote-Server übertragen werden. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass dieser Ansatz privater ist als die Verwendung von Cookies von Drittanbietern zur Erfassung von Benutzeraktivitätsdaten.
Wenn ein Benutzer eine Website besucht, „zeigt“ die Themen-API der Ressource und ihren Werbepartnern drei interessante Themen, basierend auf ihrem Browserverlauf in den letzten drei Wochen. Es wird auch darauf hingewiesen, dass Benutzer ihre Designs in den Browsereinstellungen anzeigen und bearbeiten können. Google plant, eine Testversion der Topics-API für Entwickler herauszugeben, wann dies jedoch geschehen wird, ist noch nicht bekannt.
2022-01-25 20:43:47
Autor: Vitalii Babkin