Google wird versuchen, Ende September eine von der Europäischen Union wegen Kartellpraktiken verhängte Geldbuße in Höhe von 4,34 Milliarden Euro vor Europas zweitgrößtem Gericht anzufechten. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf mit dem Problem vertraute Quellen.
Zur Erinnerung: Im Jahr 2018 wurde dem Suchriesen eine hohe Geldstrafe auferlegt, als die Europäische Kommission entschied, dass Google sein beliebtes mobiles Android-Betriebssystem verwendet, um Konkurrenten zu belästigen. Nach Angaben der Regulierungsbehörde ist dies seit 2011 so. Eines der Hauptargumente der Europäischen Kommission war, dass Android auf mehr als 80 Prozent der Smartphones weltweit installiert ist. Der Fall war der größte von mehreren Kartellverfahren, an denen Google beteiligt war und in deren Folge in den letzten zehn Jahren mehr als 8 Milliarden Euro Geldstrafe verhängt wurden.
Quellen sagen, dass die Anhörungen, in denen Google versucht, gegen die EU-Entscheidung Berufung einzulegen, am 27. September beginnen werden. Der Suchriese hat diese Informationen weder bestätigt noch dementiert. Das Gericht in Luxemburg, in dem die Entscheidung der Regulierungsbehörde angefochten wird, sagte, dass es die Informationen über die Anhörung nicht bestätigen könne, da die Termine ihrer Beteiligung noch nicht bekannt gegeben werden könnten.
2021-07-13 04:06:53
Autor: Vitalii Babkin