Zwölf neue Unternehmen, darunter Google und Microsoft, sind dem Long Duration Energy Storage (LDES) Council beigetreten, das im vergangenen November auf der COP26-Konferenz zum Thema Klimawandel auf dem Planeten gegründet wurde. Ziel des neuen Verbundes ist die Schaffung einer Energieinfrastruktur, die eine gleichmäßige Belastung der Stromnetze ermöglicht.
Da Energie aus erneuerbaren Quellen normalerweise ungleichmäßig ist, braucht die Welt große Energiespeicheranlagen, die Strom für acht oder mehr Stunden Dauerbetrieb „speichern“ können, die während der Spitzenlastzeiten aktiviert werden können. Dies können sowohl herkömmliche Batterien als auch ungewöhnlichere Systeme sein.
Dem Rat zufolge ist die Welt nicht in der Lage, den globalen Temperaturanstieg auf nur 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, müssen erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um schädliche Emissionen in allen Sektoren zu reduzieren, und der Energiesektor ist für etwa ein Drittel der weltweiten Emissionen verantwortlich. Laut vielen Experten muss bis 2040 Null-Emission erreicht werden.
In der Erklärung wird erwähnt, dass die Verwendung von Langzeitenergiespeichern (LDES) ein großes Potenzial in netzunabhängigen Energiesystemen hat, die derzeit hauptsächlich auf umweltschädliche Brennstoffe angewiesen sind. Der Rat sagte, dass die Welt bis 2040 in der Lage sein sollte, bis zu 10 % des gesamten erzeugten Stroms zu speichern, was die Schaffung von Speicheranlagen mit einer Gesamtkapazität von 85 bis 140 TWh erfordern würde, die 1,5 bis 2,5 TW liefern könnten. Das ist 400-mal mehr als heute möglich ist.
Solche Ergebnisse können nur erreicht werden, wenn die langfristige Energiespeicherung um 60 % billiger wird, ebenso wie Windkraftanlagen und andere Quellen „grüner“ Energie. In den nächsten 20 Jahren werden dafür Investitionen zwischen 1,5 Billionen und 3 Billionen US-Dollar erforderlich sein. Große IT-Player experimentieren bereits mit verschiedenen Ansätzen. Atos entwickelt also ein vollständig „grünes“ Rechenzentrum, das nicht von einem externen Stromnetz abhängig ist, und Google hat damit begonnen, Lasten zwischen Rechenzentren zu verlagern, um „grüne“ Energie besser zu nutzen.
Dem Vorstand von LDES gehören jetzt die kürzlich beigetretenen Unternehmen Microsoft, Google, Orsted aus Dänemark, Corre Energy und Sumitomo sowie die Gründungsmitglieder BP, Greenko aus Indien und Rio Tinto an. Die Organisation hat insgesamt 36 Mitglieder, die alle Segmente des Energiesektors vertreten, darunter Energieinnovationsunternehmen, Ausrüstungslieferanten, Energieproduzenten, Stromnetzbetreiber, Investoren und Endverbraucher. Dem Rat gehören Organisationen aus Europa, den USA, Kanada, Australien, Indien und dem Nahen Osten an.
2022-02-04 17:09:54
Autor: Vitalii Babkin