Das amerikanische Unternehmen Honeywell International kündigte die Entwicklung einer Technologie zur Tiefenverarbeitung von Kunststoffabfällen an, um diese zu einem Rohstoff für die Kraftstoffproduktion zu machen. Details werden nicht bekannt gegeben, es wird nur berichtet, dass es sich bei dem Output um ein Ölprodukt handeln wird, das für den Einsatz in Ölraffinerien geeignet ist. Aktuell befindet sich bereits die erste Anlage für ihre Anwendung im Bau, die 2023 in Betrieb gehen soll.
Laut Bloomberg werden heute weltweit weniger als 2% aller Plastikabfälle recycelt. Bestenfalls werden sie verbrannt (etwa 50 % der Gesamtmenge in den Industrieländern), aber mindestens 30 % werden einfach ins Meer geworfen. Laut Vertretern von Honeywell International werden sie in der Lage sein, mindestens 90 % des vorhandenen Abfalls in Brennstoff umzuwandeln, was sehr ermutigend klingt.
Diese Initiative sieht besonders vielversprechend aus, da die Menschheit bereits mit einer Energiekrise konfrontiert ist. Das Recycling von Kunststoffen zur Wiederverwendung hat eine geringe Rentabilität, aber das Problem der Energieknappheit ist eine andere Sache. Um der Möglichkeit willen, eine andere Art von Kraftstoff, eine andere Energiequelle zu bekommen, werden die großen Unternehmen mit Investitionen sicherlich nicht geizen. Und wenn es gleichzeitig gelingt, den Planeten ein bisschen sauberer zu machen, umso besser.
2021-11-08 19:27:08
Autor: Vitalii Babkin