Der zweite Weg macht etwa die Hälfte des gesamten Serotonins aus, fanden die Forscher heraus. Die Entdeckung ist wichtig für die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für Depressionen und andere psychische Störungen.
Serotonin ist ein Neurotransmitter, der verschiedene Körperfunktionen und den psychischen Zustand beeinflusst. Serotoninverändernde Medikamente gehören zu den wichtigsten Behandlungsoptionen für psychiatrische Erkrankungen. Zunächst einmal Depressionen und Essstörungen. In einer neuen Studie haben US-Wissenschaftler herausgefunden, dass es keinen spezifischen molekularen Weg für die Produktion von Serotonin gibt. Laut der Website des Boyce Thompson Institute entdeckten sie einen parallelen Biosyntheseweg und demonstrierten, wie er funktioniert.
„Der zweite parallele Weg macht etwa die Hälfte des gesamten in unserem Modell produzierten Serotonins aus“, sagte Studienautor Frank Schroeder.
Früher dachte man, dass Serotonin nach der Produktion schnell abgebaut wird. Jetzt haben Wissenschaftler gezeigt, dass es stattdessen als Baustein für andere Verbindungen verwendet wird, die für die Serotoninaktivität benötigt werden.
Während Erkenntnisse aus Experimenten in C.-elegans-Wurmmodellen vorliegen, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch menschliches Serotonin zu Metaboliten verstoffwechselt wird.
"Unsere Arbeit eröffnet neue Möglichkeiten für die Erforschung und Entwicklung von Behandlungen für psychische Störungen", sagte Schroeder. Derzeit arbeitet sein Team weiterhin mit C. elegans und untersucht das Vorhandensein und die Auswirkungen dieser Metaboliten im menschlichen Körper.
Kürzlich haben Wissenschaftler aus Stanford gezeigt, dass soziale Erinnerungen von Serotonin abhängen. Ihre Entdeckung ist auch wichtig für die Behandlung von Depressionen.
2022-10-18 05:28:45
Autor: Vitalii Babkin