Die Entwicklung des elektronischen Sehens wird mit dem Aufkommen virtueller Technologien immer beliebter. Und während Hersteller mobiler Geräte Sensoren ausbauen und Softwarealgorithmen verfeinern, entwickeln Wissenschaftler Mikrokameras für die Untersuchung des menschlichen Körpers und für den Einsatz in Nanorobotern.
Forscher aus Princeton und der University of Washington haben eine neue Miniaturkamera entwickelt, die nicht größer als ein Kochsalzkorn ist. Dazu mussten die Wissenschaftler die Technologie der Projektion des Bildes auf die Colburn-Matrix, die sie 2018 vorgestellt hatten, komplett überarbeiten.
Statt der üblichen Optik und einer Matrix mit Pixeln verwendeten Experten eine etwa einen halben Millimeter breite „Metafläche“. Es ist eine Matrix, die mit zylindrischen Stiften bedeckt ist, die ungefähr die gleiche Größe wie ein Molekül des HIV-Virus haben. Nanoröhren dienen als optische Antennen – sie sammeln Licht zu einem Strahl und bilden ein Bild, das mit künstlicher Intelligenz erkannt wird.
Wissenschaftler haben zuvor versucht, ein ähnliches Gerät zu entwickeln, aber die Bilder einer solchen Kamera entsprachen nicht den Erwartungen. Diesmal gelang es den Spezialisten, sowohl die Hardware als auch die Software in Ordnung zu bringen. Als Ergebnis waren die Neural Nano-Optics-Bilder detailliert und detailliert genug, um das Experiment als Erfolg zu bezeichnen.
Die Forscher glauben, dass die neuen Miniaturkameras nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Robotik nützlich sein werden. Zum Beispiel in Geräten, bei denen Gewicht und Abmessungen von größter Bedeutung sind.
2021-11-30 17:19:36
Autor: Vitalii Babkin