Im Rahmen des europäischen RoboFood-Programms haben Wissenschaftler aus der Schweiz ein teilweise essbares UAV geschaffen – ein Teil seines Designs besteht aus Lebensmitteln. Dadurch erhöht sich die Nutzlast des Gerätes deutlich. Während es für eine Drohne ein One-Way-Ticket ist, könnten die zusätzlichen Kalorien Menschen in Not am Leben erhalten, bis Retter eintreffen.
Die Entwicklung wurde von Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) vorgestellt. Die Arbeit ist noch lange nicht zu Ende und es gibt noch viele Experimente zu erledigen. Der Prototyp ist jedoch in der Lage, die Lebensmittelnutzlast von 30 % seines Eigengewichts auf 50 % zu erhöhen. Und das ist erst der Anfang der Experimente!
Als Teil des Prototyps sind nur die Flügel essbar. Die Wissenschaftler wählten das Material so leicht wie möglich und das langlebigste, ohne den Kaloriengehalt zu vergessen. Die Wahl fiel auf Reiswaffeln. Um die Festigkeit der Struktur zu erhöhen, wurden die Kuchen in Form von Waben geschnitten und mit Gelatine verklebt, wodurch die Form eines Flügels entstand. Anschließend wurde der Flügel in eine Folie verpackt, um Kontakt mit Wasser, Aufquellen und Beschädigungen zu vermeiden.
Der Flügel war der einzige essbare Teil der Drohne. Aber diese 70 cm Reis lieferten 300 kcal, was in etwa dem entspricht, was eine Person zum Frühstück braucht. Der Prototyp konnte mit 10 m/s fliegen, genug, um das Konzept zu beweisen. Zweifellos liegt noch viel Arbeit vor uns, um sowohl das Design eines teilweise essbaren UAV als auch die Auswahl der Produkte für die Herstellung seiner Teile zu verbessern. Wissenschaftler planen, die Aerodynamik und den Kaloriengehalt der Konfiguration zu verbessern sowie essbare Behälter mit Wasser bereitzustellen. Ein Mensch kann einen Monat ohne Nahrung auskommen, aber nur wenige Tage ohne Wasser.
Sicherlich wird die Zeit kommen, in der Kits mit essbaren Drohnen im Arsenal von Rettungskräften und Militärs auftauchen werden. Hunger ist ein schlechter Helfer, wenn Sie in Schwierigkeiten sind.
2022-11-02 21:14:22
Autor: Vitalii Babkin
Quell-URL