Ein Team von Wissenschaftlern des FEMTO-ST-Instituts (Frankreich) unter der Leitung von Jean-Yves Rauch baute das ungewöhnlichste und zweifellos kleinste Haus der Welt, nur 15 Mikrometer hoch, aus dünnen Silikamembranen. Bei der Erstellung wurden ein Zweistrahl-Rasterelektronenmikroskop und ein fokussierter Ionenstrahl verwendet.
Den Wissenschaftlern gelang es, durch mehrere Arbeitsgänge – Schneiden, Ätzen, Verbinden und Schweißen – eine Struktur zu schaffen, die Hundertstel Millimeter misst. Das Bild des Nanohauses wurde mit einem Rasterelektronenmikroskop aufgenommen.
Offensichtlich ist es unwahrscheinlich, dass jemals Mieter in diesem Haus auftauchen werden. Obwohl es in die kleinste Amöbe passen könnte, deren Größe nur wenige Mikrometer beträgt. Auch kleinere Viren, die etwa 20 Nanometer oder 0,02 Mikrometer groß sind, würden diese Struktur für einen wahren Palast halten.
Die während des „Konstruktionsprozesses“ entwickelten Technologien werden wahrscheinlich zur Herstellung winziger elektronischer Geräte verwendet, beispielsweise Nanoantennen und Sensoren, die für medizinische Zwecke in den menschlichen Körper implantiert werden.
2022-03-28 05:46:38
Autor: Vitalii Babkin