NASA-Wissenschaftler mussten zugeben, dass sie ihr Verständnis der Expansion unseres Universums überdenken müssen. Grund war ein kosmisches Phänomen mit dem Index GW170817 – die Verschmelzung zweier Neutronensterne, die ein neues Schwarzes Loch entstehen ließ. Dies geschah bereits im Jahr 2017, aber es dauerte Jahre, die erhaltenen Informationen zu analysieren und zu verstehen.
Das Ereignis GW170817 ist insofern einzigartig, als Wissenschaftler zum ersten Mal den Prozess der Entstehung eines Schwarzen Lochs sehen und seine Parameter messen konnten. Neutronensterne sind die dichtesten materiellen Objekte im Universum, ein Teelöffel ihrer Materie kann 4 Milliarden Tonnen wiegen. Daher haben sie eine ungeheure Anziehungskraft, die ihnen keine Überlebenschance lässt. Zwei solche Sterne kollidieren in Form einer Explosion und lassen ein superdichtes Objekt entstehen - ein Schwarzes Loch. Dieser Prozess wird von der Freisetzung von Materie und Energie in den Weltraum mit enormer Geschwindigkeit begleitet, was zu einem erstaunlichen Paradoxon führte.
Als Wissenschaftler das Hubble-Teleskop auf GW170817 richteten, sahen sie, dass die Materie- und Energieströme, die in unsere Richtung fliegen, unglaublich schnell sind – ihre Geschwindigkeit ist siebenmal so hoch wie die Lichtgeschwindigkeit. Nach vielen Jahren des Studiums wurde die Theorie der „Über-Grenze-Bewegung“ aufgestellt. Wenn sich der Auswurf des Sterns dem Beobachter nähert, legt sein Licht immer kürzere Strecken zurück, wodurch die Illusion einer unglaublich schnellen Bewegung entsteht. Die tatsächliche Strahlungsgeschwindigkeit eines neugeborenen Schwarzen Lochs beträgt 99,97 % der Lichtgeschwindigkeit, was aktuellen physikalischen Modellen nicht widerspricht.
2022-10-20 18:36:17
Autor: Vitalii Babkin