Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben ein unglaubliches Konzept für Schalter (Transistoren) entwickelt, die viel schneller arbeiten als heutige Halbleiter. Es wird vorgeschlagen, Salzwasser als Basis für vielversprechende elektronische Geräte zu verwenden. Die Rollladensteuerung wird Lasern anvertraut, sie schaffen auch Bedingungen für den Betrieb der Rollläden. Solche Schaltungen werden in der Lage sein, mit einer Frequenz von 1 THz zu arbeiten, was den Weg zu einer grundlegend neuen Prozessorleistung ebnet.
Wir betonen gleich, dass wir nur über ein neues Konzept sprechen, das unter Laborbedingungen getestet wurde. Was daraus wird und ob überhaupt etwas herauskommt, weiß heute niemand. Sogar die Wissenschaftler, die alles erfunden und getestet haben. Die Arbeit selbst ist in einem Artikel im Magazin APL Photonics zu finden.
Für jeden, der nur die leiseste Ahnung hat, was elektrischer Strom ist, scheint Wasser eine extreme Gefahr zu sein. Umso überraschender ist die Erfahrung, Wasser als grundlegenden elektronischen Schaltzustandsschalter zu verwenden.
Für das Experiment bestellten die Wissenschaftler eine spezielle Düse, um dem Wasserstrahl die durch das Experiment vorgegebene Konfiguration zu geben – einen flachen Strahl mit einer Dicke von Mikrometern. Um Wasser eine bestimmte Leitfähigkeit zu verleihen, wurden darin Salze gelöst, die es mit Jodidionen ausstatteten. Ein solcher Wassertransistor arbeitet unter dem Einfluss von zwei Lasern: Ein Laser schlägt Elektronen aus löslichen Salzen heraus und ionisiert die Flüssigkeit noch mehr - vervielfacht tatsächlich ihre Leitfähigkeit, und der zweite Laser liest den Zustand, in dem sich das Wasser befindet, und steuert gleichzeitig das Ein- und Ausschalten des Wassertransistors.
Die hohe Geschwindigkeit des Lasers versieht Wasser mit einer Zustandswechselgeschwindigkeit innerhalb von Pikosekunden. Damit geht die potentielle Geschwindigkeit des Prozessors auf solchen Transistoren in den Terahertz-Bereich. Moderne Halbleitermaterialien träumen nicht einmal davon, dorthin zu gelangen. Aber ob es Transistoren aus dem Wasser geben wird, ist auch eine Frage.
2022-12-15 12:10:40
Autor: Vitalii Babkin
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