Wissenschaftler haben die Entdeckung eines jungen sonnenähnlichen Sterns gemeldet, der einen riesigen Ausbruch erzeugt hat - zehnmal stärker als jeder andere, den die Sonne jemals in ihrer gesamten Beobachtungsgeschichte hervorgebracht hat. Die Entdeckung wird Astronomen helfen, die Auswirkungen solcher Flares auf die Erde sowohl in den Stadien der Entstehung des Lebens als auch in unserer Zeit zu beurteilen.
Die Sonne sendet ziemlich oft Flares aus - sie setzen Energie frei, vergleichbar mit Millionen von Wasserstoffbomben. Manchmal werden sie von sogenannten koronalen Massenauswürfen begleitet - Plasma, das mit einer Geschwindigkeit von mehreren Millionen Kilometern pro Stunde fliegt. Wenn sie die Erde erreichen, können solche Emissionen Satelliten lahmlegen oder Stromnetze auf der Erdoberfläche beschädigen. So wurde 1989 die kanadische Provinz Quebec in Sekundenschnelle stromlos gemacht, und selbst im amerikanischen New Jersey wurden die Transformatoren beschädigt.
Im Jahr 2019 schlugen Wissenschaftler vor, dass gelbe Zwerge 10-mal stärkere Flares erzeugen können als solare - Superflares, aber in der Praxis wurde dieses Phänomen erst vor relativ kurzer Zeit beobachtet. Astronomen haben den Stern EK Draconis etwa 111 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt beobachtet. Dieser Stern gehört zur Klasse der Gelben Zwerge, ist jedoch viel jünger als die Sonne - sein Alter liegt zwischen 50 und 125 Millionen Jahren. So sah die Sonne vor 4,5 Milliarden Jahren aus. In einer Reihe von Beobachtungen von Januar bis April 2020 nutzten Wissenschaftler das Weltraumteleskop TESS zur Entdeckung von Exoplaneten, das Seimei-Teleskop der Universität Kyoto und das Nyuta-Teleskop am Nishi-Harima-Observatorium. Der Superflare wurde am 5. April 2020 aufgezeichnet, und etwa 30 Minuten später folgte ein koronaler Massenauswurf mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,8 Millionen km/h. Wissenschaftler schätzen, dass die Masse des Auswurfs (mehr als 1 Billiarde kg) das Zehnfache des größten bekannten Sonnenausstoßes betrug.
Es wird davon ausgegangen, dass die Sonne aufgrund ihres Alters deutlich seltener Superflares produziert als vergleichbare junge Sterne. Nach indirekten Daten zu urteilen, könnten sie in den letzten 10.000 Jahren die Erde mehrmals erreicht haben: Anzeichen eines solchen Ereignisses wurden 2610 v. Chr. festgestellt. h., sowie in 774-775 und 993-994. n. e.
2021-12-10 20:01:01
Autor: Vitalii Babkin