Fujitsu plant zusammen mit dem RIKEN Institute for Physical and Chemical Research den Beginn der kommerziellen Produktion von Quantencomputern im Jahr 2023. Fujitsu war das erste Unternehmen im Land, das bereit war, eine solche Technologie zu kommerzialisieren.
Bisher wurde die Quantencomputerindustrie von Unternehmen wie Google dominiert. Gleichzeitig gelten solche Maschinen weltweit als Lösungen der neuesten Generation, die sich direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit des Landes und seine nationale Sicherheit auswirken können. Die Boston Consulting Group schätzt, dass Quantencomputer dank der Entwicklung neuer Materialien und anderer disruptiver Technologien bis 2040 einen jährlichen wirtschaftlichen Wert von 850 Millionen US-Dollar generieren werden.
Für die Entwicklung gründeten Fujitsu und RIKEN im April letzten Jahres eine Forschungsbasis in Wako City, Präfektur Saitamo, etwa 20 Wissenschaftler sind an der Arbeit beteiligt. Es wird davon ausgegangen, dass Computer für genaue Wettervorhersagen, in der Entwicklung neuer Materialien, in der Medizin und in vielen anderen Bereichen eingesetzt werden. Das Unternehmen verspricht, dass Computer im nächsten Geschäftsjahr, beginnend im April, verschiedene Unternehmen kaufen können.
Es ist bekannt, dass Fujitsu bereits im April zusammen mit Fujifilm mit der Forschung auf dem Gebiet neuer Materialien unter Verwendung der Prinzipien des Quantencomputers begonnen hat. Laut Nikkei Asian Review sind japanische Unternehmen bei der Entwicklung von Quantencomputern hinter ausländischen Konkurrenten zurückgeblieben, sodass Fujitsu das erste Unternehmen sein wird, das mit dem Bau eines „Heim“-Systems unter Verwendung von RIKEN-Technologien und Supraleitern mit Kühlsystemen für extrem niedrige Temperaturen beginnt.
Im Jahr 2019 machte Google Schlagzeilen, als es behauptete, sein Quantencomputer könne ein Problem in 3 Minuten lösen, für dessen Lösung ein Supercomputer 10.000 Jahre benötigen würde. Diese Behauptung wurde jedoch später widerlegt. Es ist bekannt, dass auch chinesische Tech-Giganten einige Erfolge erzielt haben. Darüber hinaus ist die Zahl der Startups im Bereich Quantencomputing gewachsen. Allerdings sind dabei die Fähigkeiten bestehender Systeme begrenzt. Google beabsichtigt, seine Entwicklungen erst 2029 zu kommerzialisieren, aber bisher gibt es noch einige Hindernisse auf dem Weg.
Der kommerzielle Quantencomputer von Fujitsu wird voraussichtlich 64 Qubits bieten können, mehr als die 53 Qubits der Google-Maschine von 2019. Gleichzeitig wird sie der 2021 in Betrieb genommenen IBM-Lösung mit ihren 127 Qubits unterlegen sein. Fujitsu hat jedoch viel ehrgeizigere Ziele. Das Unternehmen erwartet, dass das Unternehmen nach März 2027 eine Maschine mit mehr als 1.000 Qubits herausbringen wird. Früher wurde berichtet, dass Wissenschaftler einen Algorithmus zur Bewertung der Leistung von Quantencomputern entwickelt haben, der es Ihnen ermöglicht, "in der Zeit zu reisen".
2022-08-22 17:17:31
Autor: Vitalii Babkin