Um zu verhindern, dass ein Fußgänger unter die Räder eines Autos fällt und der Fahrer nicht hineinfährt, müssen beide Parteien die Straßenverkehrsordnung strikt einhalten. Leider funktioniert dies nicht immer. Daher hat der amerikanische Autogigant Ford vorgeschlagen, eine Smartphone-Anwendung als Maßnahme zur Warnung vor einer möglichen Kollision einzusetzen.
Die betreffende Technologie wird nächste Woche auf dem Weltkongress der Intelligent Transportation Society of America (ITS America) in Los Angeles vorgestellt.
Es gibt noch keine genaue Beschreibung, wie dieses System funktioniert. Die Idee ist, dass die Anwendung Informationen über Fußgänger und Radfahrer empfängt und auf dem Bildschirm des Bordcomputers des Autos anzeigt, die sich außerhalb des Sichtfelds des Fahrers befinden, mit denen jedoch eine Kollision möglich ist. Ach, aber weiter - nur Fragen.
Es ist nicht ganz klar, wie der Fahrer und das Auto auf die erhaltene Warnung reagieren werden - wird das Bremssystem funktionieren oder wird der Fahrer einfach aufgefordert, aufmerksamer zu sein?
Natürlich geht das System auch davon aus, dass Fußgänger Smartphones mit dieser Anwendung haben. Aber was ist dann mit denen, die keine solche Anwendung haben? Wenn das gewünschte Programm nur auf Ford-Autos installiert wird, sind Millionen von Besitzern von Autos anderer Marken aus dem Spiel.
Es ist selbstverständlich, sich um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu kümmern. Doch wie sich eine so umstrittene Entscheidung auf die traurige Statistik der Verkehrsunfälle auswirken kann, ist noch schwer abzuschätzen.
2022-09-26 08:52:53
Autor: Vitalii Babkin