Sam Bankman-Fried, der Gründer und ehemalige Leiter der Krypto-Börse FTX, wurde von Strafverfolgungsbehörden auf den Bahamas festgenommen, nachdem der Staatsanwalt des südlichen Bezirks von New York eine Anklage gegen den Geschäftsmann an die Behörden des Landes gerichtet hatte. Dies ebnete den Weg für seine Auslieferung und den anschließenden Prozess in den Vereinigten Staaten.
Die Verhaftung von Bankman-Fried war der erste konkrete Schritt der Behörden, um Beamte für den milliardenschweren Zusammenbruch von FTX zur Rechenschaft zu ziehen. Heute sollte der ehemalige Chef der Krypto-Börse per Videoschaltung vor dem US-Repräsentantenhaus aussagen, aber die Anwälte von Bankman-Freed sagten, das sei nun unmöglich.
Dem Geschäftsmann werden Drahtbetrug, Drahtverschwörung, Wertpapierbetrug und Geldwäsche vorgeworfen, berichtet die New York Times. Auch die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC bereitet sich darauf vor, Anschuldigungen vorzubringen – die Rede ist von „Verletzung der Wertpapiergesetze“, und die Behörde beabsichtigt, die entsprechenden Dokumente morgen den Strafverfolgungsbehörden vorzulegen.
Der Festnahme dürfte die Auslieferung von Bankman-Fried von den Bahamas an die Vereinigten Staaten folgen, was darauf hindeuten könnte, dass die Behörden der beiden Länder beabsichtigen, während des gesamten Insolvenzverfahrens der Krypto-Börse eng zusammenzuarbeiten. Das erste Auslieferungsabkommen zwischen den Bahamas und den Vereinigten Staaten wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterzeichnet, als der Inselstaat noch nicht von Großbritannien unabhängig geworden war. Nach dem aktuellen, 1990 unterzeichneten Abkommen muss die Partei, die die Auslieferung beantragt, einen von einem Richter oder einer anderen zuständigen Behörde ausgestellten Haftbefehl vorlegen.
2022-12-13 10:14:06
Autor: Vitalii Babkin
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