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Erstellt Nanoroboter, die Bakterien in den Zähnen töten können

Erstellt Nanoroboter, die Bakterien in den Zähnen töten können

Wissenschaftler aus Indien haben eine Technologie vorgestellt, die ein Magnetfeld nutzt, um Bakterien tief in den Dentinkanälchen abzutöten. Ihre Methode vermeidet die Notwendigkeit einer Behandlung mit Chemikalien und Antibiotika, die zusätzlich zur Toxizität ihre Aufgabe nicht immer effektiv bewältigen.

Bei einer Infektion wird eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt. Heute werden Kavitäten nach der Entfernung von infiziertem Zahngewebe mit Antibiotika und anderen Chemikalien gewaschen, was jedoch in vielen Fällen Bakterien, insbesondere resistente, nicht vollständig zerstört. Wissenschaftler des Indian Institute of Science haben eine Lösung für das Problem vorgestellt – Nanoroboter, die mithilfe eines Magnetfelds Bakterien tief in den Dentinkanälchen töten.

Silica-Nanoroboter werden von einem schwachen Magnetfeld gesteuert und können sich auf Wunsch des Zahnarztes durch die Tubuli bewegen. Im Gegensatz zu Ultraschall- oder Laserpulsen, die nur bis zu 800 Mikrometer eindringen können, verbrauchen Nanoroboter keine Energie und können Entfernungen von bis zu 2.000 Mikrometern erreichen.

Wichtig ist, dass die Verwendung von Hitze zum Abtöten von Bakterien eine sichere Alternative zu aggressiven Chemikalien und Antibiotika ist, betonen die Autoren. Derzeit wurde die Sicherheit und Wirksamkeit der Technologie in präklinischen Modellen nachgewiesen. Die Wissenschaftler arbeiten nun an einem neuartigen Gerät, das während der Wurzelkanalbehandlung im Mund eines Patienten platziert wird, um die Nanoroboter einzuführen und zu steuern. „Jetzt stehen wir kurz davor, eine Technologie, die vor drei Jahren noch futuristisch erschien, in die klinische Praxis einzuführen“, sagte Ambarish Ghosh, Autor der Studie.

Eine andere Technologie verspricht Kariesprävention mit einer einfachen Mundspülung. Mit Hilfe von Enzymen haben Wissenschaftler eine Behandlung entwickelt, die den Nährboden für Bakterien – Zahnbelag aus Speiseresten – schwächt.


2022-05-22 06:17:27

Autor: Vitalii Babkin

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