Viele führende Gaming-Speicherhersteller wie Corsair haben bereits angekündigt, dass der neue DDR5-RAM mit einer effektiven Frequenz von bis zu 12.600 MHz arbeiten kann. Diese Geschwindigkeiten werden größtenteils von Leistungsstellern (PMICs) und Spannungsregelungsmodulen (VRMs) stammen, die ein sehr gutes Kühlsystem erfordern, sagt Corsair.
„Die Betriebstemperatur von DDR5-Modulen kann deutlich höher sein als die von DDR4-Modulen, da das Stromregelungssystem von den Motherboards auf die Speicherstreifen selbst verlagert wurde. Dadurch können sie mehr Wärme erzeugen“, kommentierte George Makris, Werbedirektor von Corsair.
Viele Jahre lang glaubte man, dass das Vorhandensein eines Kühlsystems auf Modulen von RAM DDR3 und DDR4 optional ist, selbst in diesen Fällen, wenn es um RAM für Enthusiasten geht. Mit dem Aufkommen des DDR5-Standards kann sich alles ändern, da die Speichermodule in diesem Fall komplexer geworden sind. Derselbe Corsair stellte fest, dass er bereits Kühlsysteme für den neuen RAM entwickelt.
Der Standard für den DDR5-Betrieb beträgt 1,1 V. Durch den Einsatz von PMIC- und VRM-Controllern in DDR5-Modulen können Speicherhersteller jedoch effizientere Lösungen entwickeln. So hat ADATA kürzlich angekündigt, auch DDR5-Speichermodule mit 1,6 V-Betriebsspannung zu produzieren. Derzeit bleibt abzuwarten, wie die Speichercontroller der Zentraleinheiten nach den technologischen Prozessstandards 5 und 7nm gebaut werden, denn um 45% gegenüber der vom Speicher erzeugten Last mit einer Spannung von 1,1 V ansteigen. Die PMIC- und VRM-Controller selbst müssen ebenfalls gekühlt werden. Infolgedessen benötigt DDR5 eine stärkere Kühlung als DDR4.
Corsair hat übrigens umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung effizienter Kühlsysteme. Der RAM der Dominator-Serie verwendet beispielsweise Kühlkörper, die nicht nur DRAM-Chips, sondern auch die Leiterplatte des Speichermoduls kühlen.
2021-08-06 19:46:05
Autor: Vitalii Babkin