Canon, das unter anderem Patronen für Drucker und Multifunktionsgeräte herstellt, war von einer weltweiten Chipknappheit betroffen. Der Mangel an Produkten dieser Art hat den Hersteller gezwungen, Kartuschen ohne DRM-Chips zu produzieren, die die in den Druckern eingebaute Sicherheit als gefälschte Produkte erkennen kann.
Original-Patronen von Canon sind mit Chips für verschiedene Funktionen ausgestattet, z. B. zum Erkennen der verbleibenden Tintenmenge und zur Bestätigung der Originalität der Patrone. Wenn der Benutzer eine Fremdpatrone in den Drucker oder MFP einbaut, die keinen DRM-Chip besitzt, kann das Gerät ihn je nach Modell darauf hinweisen und vor der „Gefahr“ der Verwendung von gefälschten Produkten warnen.
Nun hat Canon selbst auf seiner Website eine Meldung gepostet, in der neben einer umfangreichen Liste betroffener Geräte steht, dass "keine negativen Auswirkungen auf die Druckqualität bei der Verwendung von Verbrauchsmaterialien ohne elektronische Komponenten bestehen". Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass einige Funktionen, wie z. B. das Erkennen des Tonerstands, möglicherweise nicht richtig funktionieren. Gleichzeitig hat der Hersteller eine Anleitung zum Einrichten von Druckern bei der Verwendung von Kartuschen ohne DRM-Chips veröffentlicht.
Wie lange Canon Schwierigkeiten bei der Lieferung der Chips haben wird, ist derzeit nicht bekannt. Es ist auch nicht bekannt, ob andere Hersteller von Druckern und Patronen mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind. Halbleiterknappheit betrifft viele Branchen und Hersteller von Produkten, von Smartphones bis hin zu Autos. Obwohl die Chiphersteller daran interessiert sind, ihre Produktionskapazitäten zu erhöhen, um die Knappheit zu bewältigen, ist es unwahrscheinlich, dass sich die Situation in absehbarer Zeit verbessert.
2022-01-09 17:25:11
Autor: Vitalii Babkin