Im Rahmen des Plans, die Google-Dienste so weit wie möglich einzustellen, entfernen sich die Entwickler des Brave-Browsers von der standardmäßigen Verwendung der Google-Suche. Stattdessen wird Brave eine proprietäre unabhängige Suchmaschine verwenden.
Laut einem der Gründer und Chef von Brave Brendan Eich ist das Brave Search-System seit letztem Juni stark gewachsen, heute werden 80 Millionen Suchanfragen pro Monat auf ihn gestellt. Laut Eich lässt sich aus der Erfahrung vieler Browser argumentieren, dass die Nutzung der Standardsuchmaschine entscheidend für die Benutzerakzeptanz ist. Brave Search hat die erforderliche Qualität und kritische Masse erreicht, um die Standardoption zu werden und den Benutzern standardmäßig Datenschutz zu bieten.
Brave Search verwendet nach Angaben der Entwickler ein unabhängiges Indexierungssystem und verfolgt nicht das Nutzerverhalten, den Verlauf ihrer Suchen und Klicks, zumindest nicht direkt. Beginnend mit Brave 1.3 für Android-Computer und -Smartphones und mit Brave 1.32 für iOS wird die neue Suchmaschine in den USA, Kanada und Großbritannien die Standardlösung anstelle von Google sein. Es wird auch Qwant in Frankreich und DuckDuckGo in Deutschland ersetzen und in den nächsten Monaten die Standardoptionen an anderen Standorten aktualisieren. Bestandskunden können weiterhin die Suchmaschine ihrer Wahl verwenden, und neue Brave-Anwender können die Konfiguration während der Installation oder nachträglich ändern, wenn sie weiterhin Google oder andere alternative Lösungen verwenden möchten.
Brave Search zeigt derzeit keine Werbung an, aber in Zukunft wird die kostenlose Version des Dienstes Werbung anzeigen. Die Premium-Version ohne Werbung wird in "naher Zukunft" veröffentlicht.
Darüber hinaus kündigte Brave das Tool Web Discovery Project (WDP) an. Im Rahmen eines verwandten Projekts wird ein System implementiert, mit dem Nutzer anonym zur Verbesserung der Suche beitragen können. Heutzutage sammeln Technologiegiganten angeblich Daten über Benutzer, um ihnen relevante, relevante Ergebnisse zu zeigen, ohne ihre Zustimmung einzuholen oder sie sogar zu informieren, und sammeln Daten in großen Mengen. Dabei werden Daten häufig direkt oder bestimmten Nutzern zugeordnet.
Mit WDP ist es unmöglich, Benutzerprofile zu erstellen oder Daten über ihre Sitzungen zu sammeln, und die von der Suchmaschine an Werbetreibende verkauften Informationen helfen nicht, einen Bürger zu identifizieren, falls eine Suchmaschine von Hackern gehackt wird oder eine Anfrage der Behörden.
2021-10-20 17:49:58
Autor: Vitalii Babkin