Laut Phoronix entwickeln AMD und Valve gemeinsam einen neuen Treiber, der die CPU-Leistung auf dem Steam Deck verbessern soll. Von dieser Zusammenarbeit kann theoretisch nicht nur die Spielekonsole Valve in modernen Gaming-Anwendungen profitieren, sondern generell alle Computer mit Ryzen-Prozessoren und Linux-Systemen.
Das kürzlich vorgestellte Steam Deck basiert auf einer angepassten AMD APU mit Zen 2-Kernen und integrierter RDNA 2-Grafik und wird von dem Linux-basierten Arch OS angetrieben. Vor diesem Hintergrund ist Valve bestrebt, seine Software so zu optimieren, dass die Konsole alle Spiele in der Steam-Bibliothek ausführen kann, einschließlich AAA-Projekte.
Es sei darauf hingewiesen, dass die AMD Zen 2-Architektur jetzt den ACPI CPUFreq-Treiber verwendet, dessen Funktionsweise derzeit alles andere als ideal ist: Er verwendet ineffektive Leistungs- und Frequenzkontrollmechanismen, wodurch die Konsolenleistung niedriger war als erwartet.
Im Gegensatz zu Intel hat AMD lange Zeit nicht viel auf die Optimierung von Code für Linux geachtet. Laut der Quelle hat das "rote Team" zusammen mit Valve seine Aktivitäten in diesem Bereich intensiviert und beabsichtigt, Änderungen am Linux-Scheduler und am ACPI-CPUFreq-Treiber vorzunehmen, die sich auf Leistung und Energieeffizienz auswirken. Der neue Leistungsskalierungsmechanismus Collaborative Processor Performance Control (CPPC) ist Teil der ACPI-Spezifikation, die die Leistung für alle modernen Zen-Architekturen verbessert. Entscheidet sich AMD jedoch, einen neuen Treiber nur für einen bestimmten Hersteller (für Valve) zu veröffentlichen, dann profitiert nur das Steam Deck von dem neuen Skalierungsmechanismus.
Weitere Details zu diesem Thema sind nächsten Monat zu erwarten. AMD nimmt vom 15. bis 17. September an der X.org Developer Conference (XDC) teil. Es ist möglich, dass AMD die Details seiner gemeinsamen Entwicklung mit Valve darüber teilt.
2021-08-02 18:03:32
Autor: Vitalii Babkin