Jede Baumaßnahme beginnt mit dem Fundament, dann werden nach und nach die Wände errichtet. Im Falle des Exchange Tower in Detroit mussten die Architekten jedoch von der Tradition abweichen.
Es ging um die Baustelle, deren Lage und Größe es unmöglich machten, den normalen Betrieb von Baumaschinen zu gewährleisten.
Jetzt ist das 63 Meter hohe Gebäude fast fertig. Seine Schöpfer fanden eine recht originelle Lösung, indem sie sich der Modultechnik zuwandten. Dabei werden die Böden am Boden montiert und anschließend auf die gewünschte Höhe gebracht. In diesem Fall scheinen neue Stockwerke im Gebäude von oben nach unten zu erscheinen. Zu diesem Zweck werden zwei massive Mittelsäulen verwendet, die als Führung und Stütze für die zusammengesetzten Strukturen dienen.
Liftbuild verwendet die seit den 1950er Jahren bekannte "Hebeplatten"-Technologie, allerdings mit einigen Änderungen. Demnach wird zunächst ein solides Fundament gelegt, auf dem mehrere zentrale Stützen errichtet werden. In ihnen sind Treppen und ein Aufzugssystem eingebaut. Die Bauarbeiter montieren die Böden und führen alle notwendigen Arbeiten zur Verlegung der technischen Systeme aus.
Ein Stockwerk wiegt etwa 500 Tonnen. Wenn er fertig ist, wird er auf die gewünschte Höhe angehoben. Das Anheben der ersten Stockwerke (die sich in maximaler Höhe über dem Boden befinden) dauerte etwa 10 Stunden. Anschließend werden die Böden mit einem patentierten Verbindungssystem fest mit den Stützen verbunden. Diese Bauweise ermöglicht es, ein Gebäude zu schaffen, bei dem der Blick aus jedem Fenster nicht durch äußere Elemente und Säulen versperrt wird.
2023-02-08 06:52:31
Autor: Vitalii Babkin
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