Am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, Schweiz, präsentierten Experten einen Bericht, der die Folgen der flächendeckenden Einführung von Systemen der künstlichen Intelligenz (KI) vorhersagt. Die Prognose ist überwiegend positiv: das Wachstum der Weltwirtschaft, sowie die Entlassung eines Menschen aus der Routinearbeit durch Automatisierung und Steigerung der Arbeitsproduktivität.
Die Referenten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahrzehnten entscheidungsfähige KI auftaucht und den Menschen in nahezu allen Arbeitsbereichen ersetzen kann. Die vollständige Automatisierung der Arbeit wird in etwa 125 Jahren erwartet – gezählt ab 2016. In etwa 40 Jahren wird KI Chirurgen ersetzen können, wahrscheinlich in 15 Jahren den Einzelhandel. In 30 Jahren wird Künstliche Intelligenz einen Bestseller schreiben können. In einem Tätigkeitsfeld können mehrere KI-Systeme arbeiten, die ihre Arbeit aufeinander abstimmen.
Dadurch wird sich die Weltwirtschaft etwa verzehnfachen. Die Autoren des Berichts argumentieren jedoch, dass dies das Risiko einer zunehmenden sozialen Ungleichheit erhöhen wird, daher wird vorgeschlagen, die Befugnisse der Institutionen zu stärken, die für die Verteilung der Vorteile aus der Arbeit der KI verantwortlich sind. Dieselben Institutionen werden das Problem des Arbeitsplatzabbaus durch die flächendeckende Einführung dieser Technologien lösen müssen: KI-Systeme können einen Menschen nicht nur dort verdrängen, wo Routineaufgaben ausgeführt werden, sondern auch im Bereich hochqualifizierter Arbeitskräfte.
Verbleibende „menschliche“ Berufe werden die Arbeit weniger interessant und „stressiger“ machen, da die Rolle von Kontrollsystemen am Arbeitsplatz zunehmen wird. Um der Verdrängung des Menschen durch Maschinen entgegenzuwirken, schlagen die Experten des WEF vor, die Entwicklung von Lösungen zu priorisieren, die die Effizienz der Arbeit eines Menschen erhöhen, seine Teilnahme jedoch nicht vollständig ausschließen. Dies erfordert einen neuen Ansatz zur Lösung von Fragen des Sozialschutzes, einschließlich der Einführung eines garantierten Grundeinkommens.
2021-11-24 15:00:41
Autor: Vitalii Babkin