Die neue multifunktionale Augmented-Reality-Brille, die Microsoft für die US-Armee entwickelt, sieht vielversprechend aus. Aber nach Angaben des Pentagon-Testbüros ist das Produkt, dessen Herstellung 22 Milliarden US-Dollar gekostet hat, immer noch nicht für den tatsächlichen Kampfeinsatz bereit.
Trotz der Fortschritte, die Microsoft seit der Vergabe des US-Regierungsauftrags im Jahr 2018 gemacht hat, hat das System „noch nicht die Fähigkeit bewiesen, als Kampfbrille zu dienen“, sagte der Direktor für Betriebstests des Pentagon informell. Die offizielle Bewertung des als „Integrated Visual Augmentation System“ (IVAS) bekannten Geräts wird im kommenden Jahresbericht des Pentagon veröffentlicht.
Microsofts Programm zielt darauf ab, einen "Schutzglas-Indikator" für die US-Armee zu entwickeln, ähnlich dem, der von Kampfpiloten verwendet wird. Das System ist eine militärisch angepasste Version der AR-Brille HoloLens. Es ermöglicht Kommandanten, Informationen auf ein Visier vor dem Gesicht eines Soldaten zu projizieren, und bietet eine Reihe weiterer Funktionen wie Nachtsicht.
Nach einer vorläufigen Einschätzung haben verbesserte Versionen der für erste Tests bereitgestellten Goggle-Prototypen „Wachstumspotenzial“ sowie „erhöhten Komfort und erweitertes Sichtfeld“ gezeigt.
Im Oktober 2021 kündigte die US-Armee eine Verzögerung der Programmeinführung an, um Microsoft mehr Zeit zu geben, das Gerät für die intensiven Kampftests vorzubereiten, die durchgeführt werden müssen, bevor das Gerät in die Serienproduktion geht. Tests, die zuvor für September 2021 geplant waren, wurden nun auf Mai dieses Jahres verschoben.
Microsoft sagte, es werde die Technologie weiter verbessern. Das Pentagon sagte, die Armee müsse eine angemessene Test- und Bewertungsstrategie für das Gerät entwickeln, um Verbesserungen zu quantifizieren.
2022-01-26 07:55:18
Autor: Vitalii Babkin